Time to say goodbye – spektakulärer Abschied Dohren 21.10.2017

Mehr als 4000 Fans sorgten für Gänsehaut-Atmosphäre

Es war der Abend des Tobi Kroner. Mit einer spektakulären Abschieds-Gala vor mehr als 4000 Fans in seinem „Wohnzimmer“, dem Eichenring in Dohren, sagte Tobi Kroner eindrucksvoll „Tschüss und goodbye“.

Zu seinem letzten Speedway-Rennen nach mehr als 18 Jahren Rennsport auf höchstem, professionellen Niveau zieht sich der 32 jährige Emsländer nun aus dem aktiven Speedway-Geschehen zurück um sich ganz seiner beruflichen Karriere zu widmen. „Es war eine schöne und spannende Zeit in der ich viele Erfahrungen sammeln durfte, interessante Menschen kennengelernt und zahlreiche Dinge gelernt habe, die ich immer wieder in vielen Bereichen meines Lebens nutzen kann.“
Das letzte Rennen in Kroners Karriere war gleichzeitig ein perfekter Abschluss der Speedway-Saison 2017. In einem sportlichen Vergleich stellte sich mit Peter Kildemand, Bjarne Pedersen (beide Dänemark), Theo Pijper (Niederlande), Timo Lahti (Finnland), Robert Lambert (Großbritannien) sowie dem Schweden Antonio Lindbäck eine hochklassig besetzte internationale Auswahl den Herausforderern aus Deutschland.

Tobi Kroner: „Ich habe mich sehr gefreut, dass die Jungs meiner Einladung gefolgt sind um mit mir mein Abschiedsrennen zu gestalten.“ Zusammen mit Kai Huckenbeck, Lukas Fienhage, René Deddens, Kevin Wölbert und Martin Smolinski im gemeinsamen Team präsentierte Kroner den Fans das derzeitige „who is who“ des deutschen Speedway-Sports und sorgte in den 16 Läufen und dem Finale der punktbesten Fahrer jeder Mannschaft damit für grenzenlose Begeisterung bei den Fans. Bereits vor dem ersten Lauf, den Kroner als absoluter Lokalmatador mit einem souveränen „Dreier“ erfolgreich gestaltete, sprang der berühmte Funke auf das Publikum über.

Was folgte war einmal mehr ein spannendes und spektakuläres Rennen mit einem verdienten 49:45-Erfolg für die internationale Vertretung.
Das Ergebnis sollte am Ende allerdings eher zweitranging sein, stand doch der Abschied Kroners eindeutig im Mittelpunkt eines denkwürdigen Abends der ein weiteres, gewichtiges Kapitel in der Geschichte des MSC Dohren
schreiben wird. Standing Ovations von den Rängen und jede Menge tiefgehende Abschiedsworte zum Abschied Kroners aus dem aktiven Renngeschehens sorgten am Ende für rührende Szenen voller Emotionen.
Auch wenn Tobias Kroner den Stahlschuh an den sprichwörtlichen Nagel hängt, lies sich der „Wahl-Hamburger“, der kürzlich seinen beruflichen und privaten Lebensmittelpunkt in die Hansestadt verlegte, einige seiner Pläne entlocken. So möchte sich Kroner zukünftig auch zukünftig weiterhin im Bahnsport engagieren, allerdings eher hinter den Kulissen. Aufgaben in seinem Heimatverein in Dohren oder auch rund um sein ehemaliges Bundesliga-Team der „Wikinger“ aus Brokstedt, spielen in der Zukunftsplanung des nunmehr ehemaligen Spitzensportlers durchaus eine gewichtige Rolle.
Das Kroner ein echtes Vorbild nicht nur für den Speedway-Nachwuchs in Deutschland ist stellte er nicht zuletzt noch einmal durch seine sportlich, professionelle Einstellung bei seinem allerletzten Rennen auf dem Eichenring in Dohren unter Beweis.